Wer seine spanischsprachige Urlaubs-bekanntschaft nach der verbal äußerst genügsamen Zeit intensiven Zusammenseins wieder loswerden will, sollte ihr am besten einen herzlichen Brief schicken, den er zuvor mittels Internet-Übersetzungsautomaten ins Englische und dann von dort aus ins Spanische übersetzt. Sie oder er wird sich garantiert nicht mehr melden sondern geschockt über den Zusammenhang zwischen Mallorca-Aufenthalten und Realitätsverlust nachdenken. Ist dies nicht erwünscht, führt fast kein Weg an einer (sehr seriösen) Übersetzungsagentur vorbei, denn eine komplette, automatische Online-Übersetzung eigener Texte - oder zum Beispiel ganzer Internetseiten - mit genügender Qualität direkt ins Spanische gibt es im Gegensatz zu Deutsch<->Englisch nicht.
Spanisch-Deutsch Wörterbücher gibt es hingegen im Internet und deren Fähigkeiten lassen nichts zu wünschen übrig. So etwa das Wörterbuch von www.pauker.at. Mit umfassenden Bedeutungsvarianten und kurzen Wendungen der einzelnen Vokabeln (derzeit 70.000 Einträge) in beide Richtungen bietet es schon alles, was das Herz begehrt. Für Fälle wie den obigen gibt es ein Übersetzungsforum. Das eigentlich geniale ist jedoch das Vokabellernprogramm: Man wählt Wörter, die man lernen will einzeln oder aus Themenbereichen aus und fügt sie seiner privaten Wörtersammlung hinzu. Beim Lernen werden deren Vokabeln nach dem klassischen Prinzip des Karteikarten-Lernsystems in für das Merken optimalen Zeitabständen abgefragt. Desweiteren findet man Märchen und Geschichten, wobei sich deutscher und spanischer Text gegenüberstehen.
Alernativ dazu und in sachlicherem Aussehen das DIX ( http://dix.osola.com/ ), mit derzeit ca. 100.000 Begriffen. Auch hier jede Menge Bedeutungsvarianten und Ausdrücke.
Wer nach technischen Fachbegriffen bzw. Terminologien sucht, findet das beim Übersetzungsdienst der Europäischen Kommission, "Eurodicautom": http://europa.eu. Mit derzeit über 5,5 Millionen Einträgen werden Sie bestimmt fündig. Einfach mal anschauen und staunen.
Dann gibt es da noch das "Diccionario de la lengua española" der Real Academia Española ( www.rae.es ), die seit 1713 über das Spanische wacht. Was es dort nicht gibt, hat noch keinen Namen, zumindest keinen kastilischen.
Benutzeranmeldung