Schon zu Römerzeiten war die in etwa 10 Metern Höhe, einem Wasserfall gleich aus dem Fels sprudelnde Quelle von La Granja von grosser Wichtigkeit. Auch die Araber, die die Insel zwischen dem 10. und dem 13. Jahrhundert beherrschten, massen ihr wesentliche Bedeutung bei.
Damals gab es dort einen Weiler namens "Alpich" (heute La Granja) der berühmt war für seine Mühlen und sein ausgezeichnetes Wasser, dessen Lauf nach einer unterirdischen Passage von etwa einer spanischen Meile (ca. 5,5 Km) bei Canet noch wasserreicher wieder ans Tageslicht tritt.
1229 eroberte König Jakob I. Mallorca und führte schon bald die Lehnspflicht ein. Ein Viertel der Insel fiel dem Grafen Nuño Sanz zu, der sich in La Granja niederliess.
1239 trat Nuño Sanz La Granja zur Gründung des ersten Zisterzienserklosters der Insel an den im Jahr 1089 gegründeten Zisterzinerorden ab. 200 Jahre später zogen die Mönche in das Bernhardienerkloster in Palma um und verkauften La Granja an Mateo Vida. Dessen Familie lebte dort dann 200 Jahre lang, bevor sie es an die Familie Fortuny weitergab. Der jetzige Eigentümer, Crisbal Segu Colom, restaurierte das Gut mit seiner Familie ab 1968 und erwarb es schliesslich in den 1980er Jahren.
Das abgeschiedene Leben in La Granja hat sich bis heute wenig verändert. Besucher haben die Gelegenheit, die Schönheit, Ruhe und den Frieden des Ortes auf sich wirken zu lassen und seine herrlichen Weine zu kosten, während sie den Handwerkern bei ihrer traditionellen Arbeit zusehen.
Geöffnet täglich von 10 bis 18 Uhr, auch an Feiertagen
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