Mallorca Immobilien Blog

10 nützliche Foto-Tipps für Immobilienmakler, Verkäufer, Vermieter und Fotografen

Der Erfolg von Immobilienverkäufen im Internet - egal ob über die eigene Homepage oder über die Webseiten von Drittanbietern - steht und fällt mit der Qualität der eingesetzten Fotografien. Hier weisen wir auf 10 fotografische Stolperfallen für Immobilienmakler, Verkäufer, Vermieter und Fotografen hin, damit man sich nach dem Aufnehmen nicht ärgern muss.

Immobilien-Fotografie

Viele Immobilienverkäufer oder -vermieter scheinen vorauszusetzen, dass ein Immobilienmakler auch zugleich ein Fotograf sein muss, der sein Handwerk zumindest semiprofessionell betreibt. Manche Immobilienmakler kennen sich mit dem Fotografieren allerdings nicht ganz so gut aus - wenngleich natürlich jeder, der diesen Blogeintrag gefunden hat und diesen Text liest, schon sehr gute Fotos produzieren dürfte.

In der Immobilienbranche ist es mittlerweile ein beliebter Zeitvertreib, sich über die Fotos anderer Immobilienmakler lustig zu machen (Hier unbedingt mal reinsehen: terriblerealestateagentphotos.com). Und nun, da unsere Telefone auch noch über integrierte Kameras verfügen, ist es sogar noch einfacher geworden, wirklich schlechte Fotos anzufertigen. Einfach die Kamera in eine Richtung halten und den Auslöser drücken - nichts einfacher als das. Doch manchmal versagen wir sogar dabei. Die beste Lösung wäre es, einen Profi zu engagieren, aber selbst ein solcher bringt nicht immer die Resultate die Immobilienmakler und ihre Kunden erwarten.

Hier finden Sie 10 Stolperfallen der Fotografie, vor denen sich sowohl Immobilienmakler, als auch Hausbesitzer und professionelle Fotografen hüten sollten:

  1. KATZEN! Wenn im Haus eine Katze lebt, wird sie auf jeden Fall auf einem der Fotos landen. Katzen sind wahre Naturtalente im Foto-Bombing und fallen meist erst auf, wenn man schon wieder zu hause ist und die Fotos bearbeitet. Meist entdeckt man sie dann, wie sie aus irgendeinem Winkel heraus mit grossen Augen direkt in die Kamera glotzen. Oft stehen sie auch mitten im Raum und man fragt sicht, wie man sie während der Aufnahme nur übersehen konnte.
  2. SELFIE! Fotografieren Sie sich nicht selber! Dies passiert allzu oft wegen Spiegeln oder reflektierenden Glasscheiben.
  3. SCHMUTZ! Staub, Dreck und Wasserschäden bzw. Schimmel tauchen auch auf den Fotos auf. Es sollte selbstverständlich sein, vor Fototerminen oder Besichtigungen gründlich bis in die letzten Winkel sauber zu machen.
  4. KLAUSTROFOBIE! Kleine Räume können mit einem Weitwinkel-Objektiv aufgenommen werden. Sie könnten allerdings danach immer noch etwas klein wirken. Man sollte sich dann überlegen, diese Fotos erst gar nicht in das Immobilienexposè aufzunehmen.
  5. INTERIOR-DESIGNER? Fotografie und Inszenierung sind zwei verschiedene Paar Schuhe. Manchmal gehen Immobilienmakler und Immobilieneigentümer davon aus, dass es der Job des Fotografen wäre, die Möbel neu anzuordnen. Die ist selbstverständlich Aufgabe ds Verkäufers bzw. Vermieters.
  6. FLORA! Photoshop ist ein geniales Werkzeug. Aber seien Sie gewarnt: Die Aufgabe, einen Whirlpool IN ein Foto zu shoppen (zum Beispiel auf der Terrasse stehend) ist wesentlich einfacher zu erledigen als etwa eine Palma AUS dem Foto herauszukaschieren, die dem wunderschönen Meerblick von der Terrasse aus im Weg steht. Die drastischste Möglichkeit ist an dieser Stelle wohl, die Palma zu fällen und wegzuschaffen. Wobei es natürlich eine Schande ist, wenn ein Gewächs wegen der Engstirnigkeit oder dem Unvermögen des Fotografen nicht weiterwachsen darf. Ganz zu schweigen von dem sich dadurch ändernden Charakter einer Immobilie.
  7. BÄDER! Die meisten Badezimmer sind aufgrund ihrer Größe unmöglich zu fotografieren. Einen Blitz in einem Raum mit einem Spiegel und einem Fenster zu benutzen, ohne eine störende Reflexion im Glas zu erhalten, ist eine weitere Herausforderung.
  8. LICHT! Aufnahmen dunkler Innenräume ohne Blitzlicht sind gruselig - Sie brauchen es gar nicht erst zu versuchen. Öffnen Sie immer alle Fensterläden und machen Sie alle Lampen an. Holen Sie wenn nötig weitere Beleuchtungsutensilien aus den Nebenräumen.
  9. SONNENSTAND! Finden Sie heraus, in welche Himmelsrichtung das Haus ausgerichtet ist und wo die Sonne stehen wird, BEVOR Sie einen Fototermin vereinbaren. Mit der Sonne im Rücken oder zumindest an der Seite lassen sich wesentlich bessere Fotos produzieren, als bei Versuchen, gegen die Sonne zu fotografieren.

Hausbesitzer oder Immobilienmakler rufen mich oft an und sagen, die Immobilien sei nun vorbereitet, um fotografiert zu werden. Wenn ich dann dort ankomme, ist sie dies meistens ganz und gar nicht. Dabei spielt es keine Rolle, ob der Verantwortliche eine Stunde, einen Tag oder einen Monat Zeit hatte, um das Immobilienobjekt vorzubereiten - er tut es einfach nicht! Mein Job ist es dann, schnell und taktvoll herauszufinden, ob er selbst weiß, dass das Objekt in Wirklichkeit nicht für Fotoaufnahmen vorbereitet ist.Wenn dann nach einer Erklärung des Sachverhalts absehbar ist, dass die Verantwortlichen nicht schnell genug mit dem Set-up fertig werden, muss ich natürlich einen neuen Termin vereinbaren, damit ich nicht meinen Nachmittag mit dem Aufräumen einer fremden Immobilie verbringe.

Tipp 10: Immobilienmakler sollten sich mit einem angeheuerten Fotografen immer im Haus treffen, um eventuelle Unklarheiten von vornherein zu beseitigen. Auch Immobilienmakler die ihre Fotos selbst machen, sollten sich vorher mit dem Hauseigentümer ein genaues Bild machen: Potentielle Probleme können angesprochen werden und der Hausbesitzer kann die Vorzüge des Hauses beschreiben die in den Fotos festgehalten werden sollen.

Manchmal hilft es, die Hauseigentümer selbst Bilder mit ihren Handys machen zu lassen - wenn sie diese später aus der Käuferperspektive betrachten, verstehen sie vielleicht das Problem besser.