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„Alleine im August verdiene ich 4000 Euro durch Ferienvermietung“ - Wie private Ferien-Vermieter auf Mallorca dabei die Zahlung der Ökosteuer umgehen können

Eigentümer von Wohnungen und Fincas zur Ferienvermietung erzählen, wie sie es vermeiden die Ökosteuer unter dem Schirm der LAU (Ley de Arrendamientos Urbanos) zu bezahlen, trotz dass sie alle Einnahmen beim Finanzamt angeben.

Villa für die Ferienvermietung

Die Wirtschaftskrise, die hohe Arbeitslosigkeit und gleichzeitig der touristische Erfolg den Mallorca seit einigen Jahren erlebt, haben eine Art perfekte Konstellation geschaffen, durch die Wohnungseigentümer sich die Sommermonate vergolden können, indem sie Ihre Wohn-Immobilien legal unter Beachtung des Gesetzes über städtische Vermietungen (LAU) an Touristen vermieten aber gleichzeitig die Zahlung der Ökosteuer umgehen.

Es gibt den Fall von Ana, die eine Wohnung mit zwei Zimmern im Zentrum von Palma besitzt, die sie seit sie ihre Arbeit verloren und alle Leistungen ausgeschöpft hat an Touristen vermietet.

„Ich habe kein Einkommen aber alleine im August werde ich 4000 Euro verdienen, indem ich meine Wohnung vermiete“, kommentiert sie während sie betont, dass sie „niemandem“ Schaden zufügt und besonders hervorhebt, dass es ganz legal ist. „Ich erstelle den Vertrag im Rahmen ders LAU und danach gebe ich meine Einkünfte in der Steuererklärung an, um die entsprechenden Steuern zu zahlen“, merkt sie an.

Und die Ökosteuer? Ein verstohlenes Grinsen zeichnet sich auf ihrem Gesicht ab: „Diese Steuer bezahlen meine Mieter nicht“, sagt sie zu Recht, wissend, dass es das Fehlen einer Regelung dieses Sektors auf den Balearen und die Existenz des LAU sind, die ihr erlauben ihre Immobilie zu vermieten, ohne von den Touristen die Zahlung der Steuer zu fordern und ohne Angst, möglichen Repressalien zu begegnen.

„Am Anfang habe ich 50 Euro pro Tag kassiert, aber die Nachfrage ist so groß, dass ich heute 125 pro Tag verlange“, fährt Ana fort, die bekennt, dass sie sogar eine Warteliste hat, um mit ihrer Wohnung im Zentrum von Palma de Mallorca Gewinn zu machen. Das Thema "Nachbarn" beschäftigt sie dennoch: Bei den letzten Vermietungen hat es Klagen wegen Lärm gegeben und sie will keinesfalls, dass eine Anzeige ihr das Geschäft runinieren könnte.

Fast in dem selben Stadtviertel befindet sich die Wohnung von Franco, welche ebenfalls für diesen so rentablen Verwendungszweck bestimmt ist. Aber in seinem Fall, geht es weniger um Notwendigkeit als um die Aufbesserung seines Gehalts da er weiß, dass sich im Sommer auf den Balearen „alles vermieten lässt“. Und genauso wie Ana ist er überzeugt, dass er nichts Illegales tut. „Es wahr, dass wir keine Ökosteuer bezahlen, aber es ist so, dass das LAU Vermietungen von einer Woche erlaubt“, verteidigt er sich.

Schließlich gibt es da noch den Fall von Carmen, die jeden Sommer an ihren anderen Wohnsitz im Norden von Mallorca umzieht, um ihr Studio in Palmas Stadtviertel Santa Catalina vermieten zu können. So verbringt sie den Juli und August in ihrer anderen Wohnung und freut sich über die Einnahmen, die ihre Wohnung in Palma generiert, welche - wen wunderts - ebenfalls die Ökosteuer außen vor lässt.

Sie tut dies überigens weil sie plant, in Kürze ein Geschäft aufzuziehen, wofür ihre derzeitigen Einnahmen allerdings (noch) nicht ausreichen.