Immobilien im Bezirk Palma de Mallorca

Palma de Mallorca

Immobilien um Palma de Mallorca

Die Region um die Hauptstadt Palma schließt sich westlich an die Landschaftszone Migjorn an. Der Regierungssitz der Insel ist auch gleichzeitig das Versorgungszentrum. Die meisten Infrastruktureinrichtungen, wie auch der größte Flughafen und der größte Hafen finden sich hier. Auch für den Tourismus bildet die Stadt das Zentrum der Insel. Entlang der Mittelmeerküste an der Bucht von Palma gelegen, sind die Stadt und ihr Agglomerationsraum etwa 30 Kilometer lang. Etwa 500.000 Menschen leben hier – das entspricht mehr als 50 % der Bevölkerung der gesamten Insel. Im Nordwesten wird das Gebiet von der Serra de Tramuntana begrenzt, nach Nordosten hin schließen es kleinere Hügelketten ab. Etwa 10 Kilometer lang verläuft nach Osten der Sandstrand Platja de Palma bis nach El Arenal, nach Westen hin ist es Cala Major.

Wirtschaftlich leben die Stadt und ihr Umland vor allem von der Dienstleistungsbranche, allen voran der Tourismuswirtschaft. Handel, Verwaltung und Verkehr spielen ebenfalls eine wichtige Rolle. Die Ansiedlung von Industriebetrieben ist in der Region Palma seit den 70er Jahren sogar verboten. Die 1978 gegründete Universität der Balearen – mit 13.700 Studenten eine vergleichsweise kleine Universität – hat hier ihren Hauptsitz. Den zentralen Bereich von Palma bildet die Altstadt, die heute noch von den Ringstraßen eingegrenzt wird, die dem Verlauf der erst 1902 abgerissenen Stadtbefestigung folgen. Ein bis zu zwei Kilometer breiter Ring aus dichter Bebauung trennt die Altstadt von ihren Vororten und Gewerbegebieten. Die kleine südliche Insel Cabrera gehört zum Gebiet von Palma dazu. Wie auf der ganzen Insel herrscht auch in Palma ein mediterranes Klima mit milden Wintern und heißen Sommern vor, wenngleich die Temperaturen im Hochsommer lange nicht so in die Höhe schießen, wie im Inselinneren und die Höchsttemperaturen meist um die 30 °C liegen. Im Winter sind die niedrigsten Temperaturen meist um 8 °C im Januar und Februar zu suchen, sie können aber auch in diesen Monaten bis zu 15 °C raufklettern. Die Niederschlagreichsten Monate sind der Oktober und November, wenngleich Palma ohnehin keine sehr Niederschlagsarme Region ist.

Die im Jahr 123 v. Chr. von dem römischen Konsul Quintus Caecilius Metellus Balearius gegründete Stadt Palmaria Palmensis (Siegespalme) blieb lange die wichtigste Stadt der Provinz Balearica. Im 4. Jahrhundert ereilte sie – wie viele andere römische Städte – das Schicksal des Verfalls, der aber zu Beginn des 10. Jahrhunderts von den Arabern gestoppt wurde. Bis diese zu Anfang des 13. Jahrhunderts durch die Aragonier vertrieben wurden, hatte sie hier eine arabisch-islamische Kultur aufgebaut. Mit kurzer Unterbrechung als Königreich Mallorca, blieb das Gebiet unter der Herrschaft der Aragonier bis die Insel in den Besitz Spaniens überging. Die bewegte Geschichte der Stadt – vergessen werden sollte auch nicht die Talayotische Kultur, die Jahrtausende lang bis zum Einzug der Römer vorherrschte – lässt sich in vielen Winkeln der Stadt und seiner Umgebung bis heute ablesen. Viele historische Sehenswürdigkeiten zeugen von den vielen Kulturen und Völkern, die im Laufe der Geschichte hier angesiedelt waren.Die Altstadt von Palma stellt bereits selbst eine eigene Sehenswürdigkeit dar. Die Mischung aus spanisch-katalanischen und arabischen Elementen verleiht ihr einen ganz besonderen Charme. Zahlreiche kleine Gässchen und Treppen führen die Besucher der Stadt zu den unzähligen beeindruckenden Gebäuden, die sich hier befinden. Eins der Wahrzeichen der Altstadt von Palma de Mallorca ist die gotische Kathedrale der heiligen Maria, unter Einheimischen „La Seu“ genannt, auch bekannt unter dem Namen „Kathedrale von Palma“. Der Bau des Bischofssitzes wurde bereits im 13. Jahrhundert unter König Jaume I. begonnen, erst am Ende des 16. Jahrhunderts wurde er eingeweiht und die Hauptfassade kam sogar erst zwischen der Mitte des 19. und dem Anfang des 20. Jahrhunderts hinzu. Aufgrund der langen Bauzeit der verschiedenen Teile der Kathedrale, lassen sich hier wunderbar verschiedene Baustile der Geschichte beobachten: Gotik, Spätgotik, Renaissance, Manierismus, einige barocke Elemente und Klassizismus sowie katalanischer Jugendstil – für Hobby-Kunsthistoriker aber auch für interessierte Laien eine wahre Freude. In der Altstadt finden sich neben dieser Perle noch 31 weitere Kirchen, davon die meisten ebenfalls gotisch. Direkt neben der Kathedrale befindet sich der beeindruckende Königspalast La Almudaina. In der Altstadt befindet sich zudem ein weiteres Wahrzeichen der Stadt: Llotja dels Mercaders / Llotja de Palma. Das Meisterwerk gotischer Architektur diente seit dem 15. Jahrhundert als Sitz der Seehandelsbehörde und wird heute für wechselnde Kunstausstellungen genutzt. Weiter Südwestlich erhebt sich über der Altstadt das mittelalterliche Castell de Bellver, das am Anfang des 14. Jahrhunderts erbaut wurde, das in den 30er Jahren des 20. Jahrhunderts in ein Museum umgewandelt wurde.

Die Felsinsel Cabrera gehört administrativ ebenfalls zu Palma, befindet sich aber viel weiter südlich vor der Küste der Region Migjorn. Die Überfahrt zur Insel wird regelmäßig angeboten und dauert etwa 30 Minuten. Die flache und felsige, vegetativ eher karge, Insel ist heute ein Nationalpark, der neben der wunderschönen Natur auch einige Sehenswürdigkeiten bereithält, wie zum Beispiel ein Ethnographisches Museum, in dem sich der Besucher über die bewegte Geschichte der kleinen Insel informieren kann, einen beschaulichen Leuchtturm, mehrere Höhlen und die Überreste eines Festungsturms, der im 14. Jahrhundert zum Schutz gegen Piraten errichtet wurde.