Immobilien im Norden von Mallorca

Der Norden von Mallorca: Raiguer

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Nordöstlich an die Region von Palma de Mallorca und nordwestlich an Pla de Mallorca schließt sich am Südosthang der Serra di Tramuntana die Landschaftszone Raiguer an. Sie bildet die Übergangszone vom Gebirge zur Ebene in Pla de Mallorca. Die Region ist zwar von vielen Flüssen und Wasserläufen durchzogen, doch gibt es nur wenig fruchtbares Ackerland. Wirtschaftlich konzentrieren sich die Städte und Gemeinden, allen voran die Stadt Inca, vor allem auf das Schuh- und Lederhandwerk, wofür sie berühmt sind. Insgesamt leben in der Region etwa 130.000 Einwohner. Die größte Stadt ist Marratxi mit ungefähr 33.000 Einwohner – allerdings handelt es sich bereits um einen Vorort von Palma, das eigentlich Zentrum der Region Raiguer bildet die kleine Stadt Inca mit ihren circa 30.000 Einwohnern.

Auch die Gemeinde Alcúida mit nur knapp 20.000 Bewohnern gilt als bedeutsam für die Region. Das Gemeindegebiet liegt im Nordosten der Region, wo eine relativ schmale Landzunge weit ins Meer hineinragt und über viele Küsten und Buchten verfügt. Die historische Altstadt von Alcúida, dem Hauptort der gleichnamigen Gemeinde, befindet sich auf einem kleinen Bergsattel zwischen den zwei Buchten von Pollenca und Alcúida.

Die in der Gemeinde Inca und der gleichnamigen Hauptstadt angesiedelten Schuhmacherzünfte sind hier seit dem 13. Jahrhundert angesiedelt und somit die ältesten und traditionsreichsten der ganzen Insel. Die Schuhe aus dieser Region haben auch international einen sehr guten Ruf. Die sogenannte Lederstadt ist eine der größten Städte Mallorcas, neben Schuhen werden hier auch Möbelbezüge und andere Kleidungsstücke, wie beispielsweise Jacken hergestellt. Der Ortskern, der früher vor allem von Produktionshallen geprägt war, wurde aufwendig restauriert und umgebaut. Heute sind die Straßen gepflastert und mit Bäumen bepflanzt und viele „Innenstadtaccessoires“, wie Sitzbänke und Laternen, werten die Innenstadt zusätzlich auf und haben sie zu einem wunderschönen Einkaufsparadies gemacht. Die ganze Stadt ist durchzogen von kleinen Restaurants in ehemaligen Weinkellern und viele Sehenswürdigkeiten, wie die barocke Kirche Santa Maria la Major d’Inca, das Dominikanerkloster, die Kirche Sant Francesc und das Wachsfigurenkabinett Museo de Sera erwarten ihre Besucher.

Besiedelt ist das Gebiet vermutlich seit etwa dem 2. Jahrtausend v. Chr., auch hier gibt es einige Höhlen der Vor-Talayotischen Kultur. Die gesamte Küstenlinie der Gemeinde ist 30 Kilometer lang und der Hafen Port d’Alcúida ist heute ein sehr bekannter Touristenort. Insgesamt ist das Gemeindegebiet in zwei Teile geteilt. Östlich liegt das steinige und von alten Eichen und Kiefern bewachsene, nur schwer zugängliche und daher spärlich besiedelte Bergmassiv der Halbinsel Victòria. Westlich befindet sich eine Ebene, die auch als landwirtschaftliche Anbaufläche genutzt wird. Seit den 60er Jahren des 20. Jahrhunderts wurde das Gebiet immer mehr für den Tourismus erschlossen, was zur Folge hat, dass es hier nun beinahe doppelt so viele Hotelbetten wie Einwohner gibt. Neben den wunderschönen langen Sandstränden für Badeurlauber und den nahegelegenen Bergen, die Wanderurlauber in ihren Bann ziehen, gibt es hier auch für Kulturinteressierte einige beeindruckende Sehenswürdigkeiten zu entdecken: Die neugotische Kirche Sant Jaume, deren Vorgängerbau sich bereits in das 14. Jahrhundert datieren lässt, die renaissancezeitliche Kirche Sant Crist aus dem 17. Jahrhundert oder die gotische Kirche der Heiligen Anna etwas südlich der Stadt aus dem 13. Jahrhundert sind nur einige der vielen bedeutenden Bauwerke, die es hier zu erkunden gilt. Ein besonderes Highlight ist auch die Biblioteca Can Torró, die in den 90er Jahren in einem Herrenhaus des 14. Jahrhunderts untergebracht wurde und als modernste Bibliothek der gesamten Balearen gilt. Für Geschichtsinteressierte bieten auch das historische Stadtzentrum, die mittelalterliche Stadtmauer und die Stadtmauer aus der Renaissance sowie viele größere und kleinere Museen und die besonders beeindruckenden archäologischen Ausgrabungen in der römischen Stadt Pollentia alles, was das Herz begehrt.

In der Höhle von Sant Martí, einer natürlichen Felshöhle am Südfuß des Puig de Sant Martí, die bereits zu den Anfängen der Christenheit als Kultstätte genutzt wurde, befinden sich heute zwei im 13. und 14. Jahrhundert erbaute gotische Kapellen. Das Sumpf- und Naturschutzgebiet S’Albufereta de Pollença, das kleine Albufera, ist das Zuhause vieler seltener Vogelarten, befindet sich allerdings zum größten Teil in Privatbesitz.