Immobilien im Nordwesten von Mallorca

Der Nordwesten Mallorcas: Die Serra de Tramuntana

Die Serra de Tramuntana / Mallorca Immobilien Nordwesten

Die Landschaftszone Serra de Tramuntana ist nach dem großen Gebirgszug im äußersten Nordwesten Mallorcas benannt, geht allerdings in ihrem Gebiet noch ein wenig darüber hinaus. In der gesamten Region wohnen ungefähr 110.000 Einwohner. Mehr als 90 Kilometer lang ist der eigentliche Gebirgszug, der eine Fläche von 1067 Quadratkilometern bedeckt. Etwa 20.000 Einwohner leben hier im Gebirge, die meisten davon in der Gemeinde Sóller. An ihrem höchsten Punkt, der gleichzeitig auch der höchste Punkt Mallorcas ist, dem Puig Major, wird die Gebirgskette ungefähr 1500 Meter hoch.

Da die Serra de Tramuntana sehr gut durch Wander- und Fahrradwege erschlossen ist, vom Massentourismus jedoch bisher zu großen Teilen verschont bleibt, ist sie ein ideales Ziel für Individualurlauber und Naturfreunde. In weiten Teilen bietet sie dem Besucher unberührte Natur und einzigartige Vegetationsformen in spektakulären Landschaften. Die Mallorca-Geburtshelferkröte, die es sonst nirgendwo auf der Welt gibt, nennt dieses Gebiet ihr Zuhause und auch die seltene zweiköpfige Kapuzennatter, die Hydra von Mallorca, stammt aus dieser Gegend. Der Nordwesten der Landschaftszone liegt komplett an der Küste und hält einige wunderschöne Strände und Buchten bereit. In den Hochlagen des Gebirges locken die Schneehäuser die Besucher an, in denen seit dem 16. Jahrhundert Schnee und Eis gelagert wurden, um es in den Sommermonaten in tieferen Ebenen zu verkaufen. Heute werden die Hütten nicht mehr genutzt und sind teilweise verfallen.

In einem Talkessel der Gemeinde Escorca befindet sich das Santuari de Lluc, ein bekannter Wallfahrtsort und das spirituelle Zentrum der Insel, dessen Nutzung bis in vorgeschichtliche Zeit zurückzudatieren ist und dessen erste Kapelle bereits in der Mitte des 13. Jahrhunderts entstanden ist. Ein bewundernswertes kleines Touristenziel in den Bergen ist das kleine Dorf Sa Calobra, das erst seit 1932 von wenigen Menschen besiedelt wurde und nur über wenige Häuser verfügt, da es vor allem in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts kaum zugänglich war. Der Strand des Ortes ist nur 50 Meter lang, dennoch werden hier in der Hauptsaison täglich mehrere Bus- aber vor allem Schiffsladungen von Touristen hergefahren, da das beschauliche Örtchen bekannt ist für seine wunderschönen Ausblicke über die herrliche Landschaft.

In der geschichtsträchtigen Hauptstadt Sóller wird heute noch viel Landwirtschaft, vor allem Orangen- und Oliven- sowie Obst- und Gemüseanbau betrieben, obwohl der Tourismus mittlerweile zu einem Hauptwirtschaftszweig geworden ist. Im Stadtzentrum befindet sich die Kirche Sant Bartomeou, die bereits am Anfang des 13. Jahrhunderts erbaut, dann aber mehrfach umgebaut wurde, sodass sich auch hier mehrere Architekturstilrichtungen beobachten lassen, wie die romanischen Tore und Mauern, der neugotische Glockenturm oder die modernistische Fassade an dem nun eigentlich hauptsächlich barocken Grundbau. Ein botanischer Garten und mehrere Museen, unter anderem ein naturwissenschaftliches, befinden sich ebenfalls im Ort, der als Tor zur Serra de Tramuntana verstanden werden kann.