Immobilien im Südosten von Mallorca

Der Südosten von Mallorca: Migjorn

Mallorca Immobilien im Suedosten

Die Landschaftsregion Migjorn im Südosten der Insel grenzt im Nordosten an Llevant und im Nordwesten an Pla de Mallorca und Palma. Im Südosten und Südwesten wird sie jeweils vom Meer begrenzt. Die Küstenabschnitte sind durch flache felsige Abschnitte  geprägt, die sich mit sandigen Buchten abwechseln. Einige dieser Küstenabschnitte befinden sich in Privatbesitz  (Banca March) und sind mit dem Auto nicht zu erreichen. Wieder andere sind stark vom Massentourismus geprägt, wie beispielsweise Cala d’Or. Knapp 80.000 Einwohner leben in der Region Migjorn, deren Hauptort Campos wiederum eher ländlich geprägt ist.

Die höchste Erhebung des vergleichsweise flachen Gebietes ist der Puig Sant Salvador, der zum südlichen Bereich des Serres de Llevant gehört. Die Flächenmäßig größte Gemeinde der ganzen Insel und auf Einwohnerzahlen bezogen größte der Landschaftszone Migjorn ist Llucmajor mit ca. 37.300 Einwohnern und 327 Quadratkilometern (In diesem Artikel ist die Rede von den Landschaftsregionen Mallorcas). Der gleichnamige Hauptort befindet sich zu Füßen des Berges Puig de Randa und etwa 15 km vom Flughafen Palma entfernt. Besonders bekannt ist die Stadt als Zentrum des Schuhhandwerks, mit dessen Hilfe sie im 20. Jahrhundert auch zu einigem Wohlstand gelangt ist. Die Tourismuswirtschaft ist hier – auch wegen der mit ebenfalls 15 Kilometern relativ großen Entfernung zu Meer – nicht sehr ausgeprägt. Die Gemeinde selbst hingegen erstreckt sich bis zur Südküste von Llucmayor bis zur Grenze der Gemeinde Campos.

Die beiden bekanntesten Strände sind Cala Pi und Cala Blava, enge Buchten an den typischen zerklüfteten Steilküsten der Region. In der Stadt gibt es viele künstlich angelegte Höhlen, die im 3. Jahrtausend v. Chr. wohl als Nekropolen genutzt worden sind. Für die spätere Bronzezeit gibt es Hinweise auf die Talayot-Kultur, vor allem südlich von Llucmajor in der sehr gut erhaltenen Ruinensiedlung Capocorb Vell. Von den interessanten späteren Kulturen die sich hier ansiedelten und Handel trieben – Phönizier, Griechen, Römer, usw. – ist wegen der Rückeroberung Mallorcas seitens der Christen im 13. Jahrhundert leider nichts Erwähnenswertes erhalten geblieben - wie fast überall auf Mallorca. Als Sehenswürdigkeiten von Llucmajor gelten heute die Kirche San Miguel, die im 18. Jahrhundert gebaut wurde, das alte Rathaus und ein Denkmal für die Schuhmacher sowie eines für König Jaume III. Die historische Altstadt ist weitestgehend erhalten geblieben bzw. rekonstruiert worden.

Für Immobilienkäufer oder -mieter ist der Ort Llucmajor mit seinem Denkmal für die Schuhmacher selbst völlig uninteressant. Die Fincas und kleinen Häuser im Gemeindegebiet Llucmajor (=Süden) hingegen sind wegen ihrer Abgeschiedenheit/Privatsphäre und gleichzeitiger Nähe zum Flughafen und Palma absolut attraktiv.

Die Gemeinde Felantix im nordöstlichen Bereich von Migjorn hat ca. 17.400 Einwohner. Die zweitgrößte Gemeinde der Region befindet sich im Nordosten und grenzt dort direkt an den Llevant. Der gleichnamige Hauptort liegt direkt vor dem Serres de Llevant, ein weiteres Zentrum der Gemeinde bildet die Hafenstadt Portocolom. In den diesen Städten und den zahlreichen weiteren kleineren Orten der landwirtschaftlich geprägten Gemeinde gelten Keramik- und Glasherstellung sowie Wein-, Mandel-, Aprikosen- und Getreideanbau und die Schnapsbrennerei als Hauptwirtschaftszweige. Auf dem Gebiet von Felantix gibt es viele der typischen Windmühlenruinen, die das Landschaftsbild mitgestalten. Hauptsehenswürdigkeit der Stadt Felantix ist die Kirche San Miguel, eine der ältesten Kirche Mallorcas, deren Bau sich bis in das 13. Jahrhundert zurückverfolgen lässt. Die heutige Gestalt erhielt sie jedoch erst im 18. Jahrhundert. Die lange Bauzeit und verschiedene Renovierungsarbeiten haben dafür gesorgt, dass heute viele Architekturstile, vom Barock bis zur Renaissance, darin zu bewundern ist. An Markttagen ist die lange zur Kirche hinaufführende Treppe mit Verkaufsständen bestückt. Zu Füßen der Treppe befindet sich der Margarethenbrunnen, ein Brunnen aus dem 18. Jahrhundert, um den sich viele Legenden ranken.

Ein weiteres Zentrum Migjorns ist Campos an der Südküste, die mit ca. 10.000 Einwohnern nur viertgrößte Gemeinde in der Region nach Santanyí (ca. 12.000 Einwohner). Einzig die Gemeinde Ses Salines, die in großen Teilen zum Naturschutzgebiet erklärt wurde und sich zwischen Santanyí und Campos befindet, hat mit ungefähr 5300 Einwohnern eine geringere Größe. Neben den für die Region ohnehin typischen landwirtschaftlichen Aktivitäten wird hier - wie überall auf Mallorca - auch viel Viehzucht betrieben. Für ihre Käsereien ist Campos ebenfalls berühmt.

Ein sehr schöner und naturbelassener Strand in diesem Gemeindegebiet ist Platja des Trenc. An dem ca. 6 Kilometer langen und nur 10 Meter breiten Strand befinden sich, vor allem da der Strandabschnitt Teil des Naturschutzgebietes Ses Salines ist, nur sehr wenige Gebäude.