Ein Landhaus und seine Umgebung: Wohnen auf Mallorca

Blick auf Palma
Blick auf Palma: Die Distanz zur Großstadt

Wiewohl Ihr Hauptaugenmerk beim Kauf einer eigenen Finca dem Grundstück selbst und allen damit verbundenen Fragen von Bürokratie und Infrastruktur gelten sollte, dürfen Sie darüber nicht die Umgebung vergessen. Mallorquinische Fincas mögen bisweilen abgelegen sein, doch insgesamt wird es doch Nachbarn geben und nicht selten sind Sie als Landhausbesitzer gefragt, Teil einer lokalen Dorfgemeinde zu werden und sich dort einzubringen. Hier ist es auch wichtig zu bedenken, ob die Finca auf Mallorca ein dauerhafter Wohnsitz oder eher ein temporäres Domizil werden soll.

Wer ins Inselinnere zieht, sollte sich bewusst machen, dass er sich damit von urbaner Großstadtkultur wegbewegt. Ansprüche wie rund um die Uhr geöffnete Bars und schicke Geschäfte internationaler Modeketten sollten in diesem Umfeld besser nicht gestellt werden: Die Realität ist eine andere als an der in dieser Hinsicht besser erschlossenen — häufig aber auch deutlich teureren — Küste. Was in den Küstenstädten an der Tagesordnung sein mag, kann bei den Bewohnern im Inselinneren durchaus für Stirnrunzeln und Missbilligung sorgen. Wer als Ausländer in eines der kleinen Dörfer im Herzen Mallorcas zieht, sollte zumindest Spanisch sprechen, wenn nicht sogar ein paar Worte Mallorquín.

Offenheit und Respekt vor den lokalen Eigenheiten sind hier gute Voraussetzungen, um sich dauerhaft in die Gemeinschaft einzufügen und wertvolle Kontakte zu knüpfen. Aktives Engagement in den Belangen der Gemeinde — nicht unreflektiertes Einmischen von außen — gehört ebenfalls dazu. Auch wenn dieser Aspekt nur lose mit dem Immobilienkauf selbst verbunden scheint, sollte er doch unbedingt berücksichtigt werden: Der Kauf einer Wohnimmobilie wie eben einer mallorquinischen Finca bedeutet immer auch eine Veränderung des Lebensumfelds, die Flexibilität erfordert.